Kinder: Alicia, Yannik, Tanita, Hannah, Chiara, Roxana, Joshua, Maleah

Ich habe mich für eine Hausgeburt entschieden, weil ...
ich mit meinen vielen Kindern schon fast ALLES an Geburtserlebnissen (außer Kaiserschnitt) hatte. Meine ersten beiden Kinder kamen im Krankenhaus zur Welt und das war für mich alles andere als schön, Es war steril, kalt, unfreundliche Hebammen und Ärzte, die die Frau nicht als Frau sondern als "Arbeitsobjekt" wahrnehmen, welches sich möglichst ruhig verhalten sollte und sich genau an die Anweisungen des Personals halten soll. Männer dürfen zwar mit dabei sein, sollten jedoch kein Wort sagen und möglichst auch Abstand halten, um die Arbeit nicht zu behindern ….

und das Schlimmste, den Kindern wird nicht die Zeit gegeben um geboren zu werden, wenn der Dienstschluss naht, macht man schon mal einen Dammschnitt oder sprengt die Fruchtblase um die Geburt zu beschleunigen …

Mein 3. Kind sollte daher im Geburtshaus geboren werden, tat dies aber schon im Auto, weil sie schneller war, dank der noch dazugekommenen Hebamme Andrea Matz war dies aber ein überaus schönes und entspanntes Ereignis ohne Stress und Angst.

Mein 4. Kind musste aufgrund falscher Lage (Beckenendlage) leider wieder im Krankenhaus zur Welt kommen, trotz diesmal mitgebrachter Beleghebamme kein Ereignis, an welches man sich noch so gerne zurückerinnern würde….

Kind 5 und 6 kamen daher wieder im Geburtshaus zur Welt, wobei ich bereits bei Nr. 6 mit einer Hausgeburt geliebäugelt habe, dies aber nicht möglich war, da meine Hebammen damals noch keine Hausgeburten gemacht haben, sondern nur im Geburtshaus. Es waren aber auch zwei sehr schöne entspannte und Selbstbestimmte Geburten.

Mein 7. Kind kam dann endlich zu Hause in unserem Wohnzimmer zur Welt. Das ist wirklich die ultimative Steigerung gewesen …. so entspannt und ruhig und einfach in unserer gewohnten Umgebung.
Und natürlich sollte auch unser 8. Kind nirgendwo anders, als zu Hause geboren werden und das hat glücklicherweise auch geklappt ….

So verlief unsere Hausgeburt:
Als alle unsere anderen 7 Kinder im Bett waren, hatte ich einen kleinen Blasensprung. Ich rief Steffi an, damit sie sich schon mal bereitmachen konnte. Sie verständigte dann auch gleich Andrea, da sie dachte, es würde wohl etwas schneller bei uns gehen. Nach 1 Stunde hatte ich dann die erste Wehe und eine halbe Stunde später kam Steffi. Mein Mann hatte bereits unser Wohnzimmer geburtstauglich "ausgestattet" und den Pool aufgebaut. Diesen haben wir dann ganz gemütlich noch befüllt und die Wehen wurden allmählich stärker. Steffi saß ganz entspannt auf dem Sofa und unterhielt sich mit unserer Oma, während ich in aller Ruhe meine Wehen veratmet habe. Ich lief ein wenig umher, ganz so, wie ich es für angenehm und richtig empfand. Steffi wusste, dass ich gerne alles ganz Selbstbestimmt und alleine machen wollte, sie war aber aufmerksam, wenn ich irgendetwas gebraucht hätte, hätte sie mir auch sofort geholfen. In diesem Wissen und der Sicherheit, jemand dabei zu haben, der Bescheid weiß und im Notfall da ist, konnte ich ganz beruhigt und entspannt sein. So ging dann alles doch ganz schnell und ich schaffte es gerade noch mit meinem Mann in den Pool zu springen … 3 Minuten später wurde meine kleine Maleah in meine Hand hinein geboren…. Es ist einfach überwältigend (auch beim 8. Kind noch!), wenn man das alles ganz alleine gemacht hat und das Baby auf seinem Weg nach draußen begleiten darf. Ich finde, man merkt es den Kindern auch an, sie sind ausgeglichener und entspannter als "Krankenhauskinder", da sie einen äußerst sanften Start ins Leben hatten.
Auch zum Thema Sicherheit kann ich hier nur sagen, es gibt hier keine Ängste, die man haben muss, denn die Hebammen würden die Hausgeburt auch sofort abbrechen oder gar nicht erst beginnen, wenn irgendwas nicht stimmt. Auch danach sind sie sehr aufmerksam, so haben sie sofort bemerkt, dass bei meiner kleinen Maleah die linke Hand eine Fehlbildung hat und haben uns deshalb lieber zur Sicherheit nach der Geburt noch ins Krankenhaus zum Durchchecken geschickt, es war zum Glück sonst nichts weiter und ich war aber im Nachhinein auch froh, dass meine Kleine zu Hause geboren wurde, denn so hatten wir nach der Geburt auch eine ruhige "Kuschelstunde" zu dritt und wurden nicht sofort "auseinander gerissen" wie das im Krankenhaus der Fall gewesen wäre, wenn irgendetwas am Kind "nicht in Ordnung" ist.

Würde ich mich wieder für eine Hausgeburt entscheiden?
Ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden, da ich mit meiner Erfahrung weiß, dass es auch im Krankenhaus keinerlei Sicherheit gibt (meine älteste Tochter wurde im Krankenhaus geboren und hat eine spastische Behinderung, die unter Umständen auf den Sauerstoffmangel bei der Geburt zurückzuführen ist), außerdem möchte ich nie wieder andere Menschen über mich und mein Kind bestimmen lassen, sondern in meinem eigenen Tempo in meiner eigenen entspannten Atmosphäre mein Kind gebären.