Kind: Carlotta

Ich habe mich für eine Hausgeburt entschieden, weil ...
meine große Tochter im Geburtshaus geboren wurde und ich mir deshalb eine Klinikgeburt nicht vorstellen konnte - mit einer unbekannten Hebamme und einem Arzt in einem fremden Raum, mit fehlender Intimsphäre und Klinikroutine - alles Dinge, vor denen ich mich gruselte. Meine erste Geburt verlief anstrengend, aber am Ende war ich so glücklich, diese absolute Glückseligkeit - das wollte ich wieder haben. Nur ohne abrupten Aufbruch von zu Hause, lieber gleich in gemütlicher heimeliger Umgebung bleiben und direkt ins Wochenbett gleiten.

So verlief unsere Hausgeburt:
Morgens um 06.00 Uhr Blasensprung, leichte Wehen. Ich habe Conny angerufen, die um 07.00 Uhr da war. Gegen 07.30 ging die Große in den Kindergarten. Das war wichtig für mich, ich hatte vorher den Kopf nicht frei. Wirklich starke Geburtswehen, in denen ich mich an mein Seil hing und laut getönt habe, hatte ich ab etwa 11.15 Uhr - und um genau 12.00 Uhr ist Carlotta geboren worden. Kein Nachbar in unserem Mehrfamilienhaus hat irgendetwas mitbekommen - obwohl unsere Nachbarin direkt über uns daheim war (und ich sehr laut war).

Würde ich mich wieder für eine Hausgeburt entscheiden?
Ja, niemals anders. Eine Geburt ist ein unglaublich intimes Erlebnis, und ich bin überzeugt davon: es kann nur gut laufen, wenn man sich vollkommen gehen lassen kann. Wie soll das an einem fremden Ort mit fremden Menschen funktionieren? Immer wieder würde ich mich für die Hausgeburt entscheiden. Hausgeburten machen glücklich! :-)

frauke