Kinder: Simon, Ida-Marie, Bela

Ich habe mich für eine Hausgeburt entschieden, weil ...

....ich noch nie ein großer Fan von Krankenhäusern war und am allerliebsten vermeide eines zu betreten. Zudem ging die Geburt meines zweiten Kindes (trotz des großen Altersunterschiedes von fast 10 Jahren) so wahnsinnig schnell dass wir es nicht mehr in den Kreißsaal geschafft haben. Deswegen war  meine Sorge groß, dass das dritte Kind irgendwo auf dem Weg ins Krankenhaus im Auto geboren würde.

Hausgeburt war eigentlich nie ein Thema für mich, ich hätte auch nie gedacht, dass ich „so eine Mutter“ wäre, in meiner Vorstellung lief so eine Hausgeburt ganz esoterisch ab, mit Räucherstäbchen und sanfter Musik, etc. J

Als mich meine Vorsorgehebamme (die keine Hausgeburten macht) dann zu Conny geschickt hat war ich auf Anhieb begeistert. Ich hatte sofort einen guten Draht zu ihr und konnte mir gut vorstellen mit ihr zu entbinden. Mein Mann war zunächst noch sehr skeptisch, aber Conny hat ihn in einem langen Gespräch so gut über alle Risiken und Vorteile informiert dass er auch für eine Hausgeburt war.

 

 

So verlief unsere Hausgeburt:

Wie es eben so läuft war ich mit meiner mittleren Tochter alleine zu Hause als die Wehen begannen, mein Mann stand im Stau. Ich wollte aber sichergehen dass es wirklich losgeht, bevor ich die Babysitterin aufschrecke. Also rief ich gegen 20 Uhr bei Conny an, die sofort losfuhr und knappe 20 Minuten später bei mir war. Schon als ich ihr nur noch gebückt die Tür öffnen konnte wusste sie dass es jetzt losgeht, die anschließende  Untersuchung zeigte dass der Muttermund schon bei 8cm war.

Zum Glück kam dann auch endlich mein Mann nach Hause und die Kleine wurde von ihrer Patin abgeholt, so dass ich auch endlich die Wehen richtig zulassen konnte. Auch Sabrina kam noch dazu geeilt.

Zum Glück war die Info-Liste so genau, so dass alles was benötigt wurde (wasserfeste Tischdecken, Handtücher, Strohhalme, etc.) schon seit Wochen bereit stand und nur noch ausgepackt und benutzt werden musste.

Nach den beiden vorherigen Geburten die im Krankhaus natürlich in Rückenlage stattfanden, obwohl ich lieber aufrecht sein wollte ging ich eigentlich davon aus, dass ich auf dem Gebärhocker entbinden möchte, nachdem es ja aber immer anders kommt als gedacht wollte ich unbedingt stehen und mein Mann stützte mich. Ich wartete immer auf das Platzen der Fruchtblase, vorher konnte es ja noch nicht „richtig losgehen“ dachte ich. Ich täuschte mich aber, Bela wurde in Rekordzeit um 21.09 Uhr in seiner Fruchtblase geboren. 

Würde ich mich wieder für eine Hausgeburt entscheiden?

Auf jeden Fall! Ich plane zwar keine weiteren Kinder, aber bin ganz traurig dass ich mich nicht schon früher für Hausgeburten entschieden habe. Hätte ich vorher geahnt wie entspannend und schön dieses Erlebnis sein kann wäre ich niemals freiwillig ins Krankenhaus zum entbinden gegangen. Am allerschönsten war die Zeit direkt nach der Geburt, so eine Ruhe und gemütliche Atmosphäre herrscht im Krankenhaus niemals. Auch das Gefühl selbst zu bestimmen welche Position mir gerade guttut und dass wir es „alleine“ geschafft haben ist ein wahnsinnig tolles Gefühl und ich möchte es nie wieder anders erleben.

Vielen Dank Conny und Sabrina für diese tolle Erfahrung und die Möglichkeit ganz neue Kräfte und Stärken an mir entdecken zu können!